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Stadtranderholung der Lebenshilfe Leonberg im Atrio
Oberbürgermeister Bernhard Schuler besuchte Anfang August die Kinder der Behinderten-Stadtranderholung der Lebenshilfe e.V. im Haus Atrio im Ramtel. Die von ihm mitgebrachten Gummibärchen wurden von den Kindern freudig entgegen genommen.
Im Beisein der Kinder, die erkennbar Spaß am bunten Programm der Lebenshilfe hatten, betonte er die Bedeutung der Freizeit:*Die Stadtranderholung der Lebenshilfe ist ein wichtiger Baustein zur kinderfreundlichen und sozialen Stadt“, so OB Schuler.
Die Lebenshilfe e.V. bietet immer während der ersten beiden Wochen der Sommerferien ein ganztätiges Ferienprogramm für Kinder mit Behinderungen an. In diesem Jahr verbringen 22 Kinder mit geistiger und oder körperlicher Behinderung zusammen mit 14 Betreuern einen Teil ihrer Ferien gemeinsam bei der Lebenshilfe. Das spezielle Angebot ist wichtig, da Kindern mit Behinderung aufgrund der intensiveren Betreuungsnotwendigkeit bei anderen Ferienfreizeiten der Zugang oft nicht möglich ist. Zudem ist es ein wichtiger Schritt, um die Lebenshilfe kennen zu lernen und erste Aktivitäten ohne die Eltern und die Geschwisterkinder zu erleben. Es ist aber auch für berufstätige oder alleinerziehende Eltern ein wichtiges und verlässliches Betreuungsangebot.
Aufgrund der großen Nachfrage bietet die Lebenshilfe in diesem Jahr erstmals zwei Gruppen parallel an: eine im Atrio und eine in den Räumen der Schulsozialarbeit der August-Lämmle-Schule Leonberg. Diese Ausweitung wurde nur möglich, weil die Stadtverwaltung der Lebenshilfe die Räume zu günstigen Konditionen überließ.
Mit sehr viel Spaß genießen die Kinder ihre gemeinsame Zeit. Auf dem Programm stehen Kreativangebote, Singen, Essen und Trinken, Spielplatzbesuche und kleine Ausflüge. Morgens wird mit einem Singkreis begonnen, danach starten verschiedene Aktivitäten in die nähere Umgebung, je nach Interesse und individuellem Bedarf der Teilnehmenden. Individualität wird groß geschrieben in der Stadtranderholung, aber auch im sonstigen Lebenshilfeprogramm. Um 16 Uhr fährt der Fahrdienst, der vom Verein für Menschen mit Behinderungen Sindelfingen organisiert wird, die Kinder wieder nach Hause.
Viele Kinder nehmen regelmäßig seit Jahren begeistert an dieser Freizeit teil, doch auch Neulinge sind herzlich willkommen. Zwischen 4 und 18 Jahre alt sind die Teilnehmer, alle noch Schüler, und sie kommen aus Leonberg und dem früheren Altkreis Leonberg. Für die Leonberger Kinder übernimmt die Stadt Leonberg einen Kosten - Zuschuss, der in diesem Jahr 875 Euro beträgt.
Neben der Stadtranderholung finden noch zwei weitere Freizeiten für Kinder und Jugendliche und eine Familienfreizeit für die ganze Familie statt. Während die Kinder in diesem Jahr auf dem Georgenhof auf der schwäbischen Alb Urlaub machen dürfen, reisen die Jugendlichen auf die Heide nach Thüringen. Die Familienfreizeit findet im Jahr 2009 am Starnberger See statt. Mit diesen verschiednen Angeboten deckt die Lebenshilfe insgesamt sechs Wochen an Betreuungszeit für Familien mit einem behinderten Kind ab und bildet damit eine verlässliche Stütze zur Bewältigung der besonderen Familiensituation.
In allen weiteren Schulferien bietet die Lebenshilfe zwei Tagesbetreuungsgruppen an, eine im Atrio, die andere im Sonderschulkindergarten Leonberg.
Seit 1966 besteht die Lebenshilfe als eingetragener Verein. Derzeit zählt der Verein mit dem Vorsitzenden Jürgen Rein 311 Mitglieder. Seit 30 Jahren bietet die Lebenshilfe eine Ferienerholung in den Sommerferien für den Altkreis Leonberg an. Bei Sonja Knoll, der Geschäftsführerin der Lebenshilfe e.V., laufen die Fäden der Freizeiten zusammen. Text und Foto: Stadt Leonberg
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