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Die Tradition lebt - AWO Gerlingen lud zum Seniorennachmittag
Was hat der neue Aussenminister Guido Westerwelle und AWO Vorstand Karl Heinz Ricken gemeinsam? Es ist die Traditionsveranstaltung zum 6. Januar. Während in der Landeshauptstadt politische Reden zum Thema Steuersenkungen gehalten wurden , lud Karl Heinz Ricken mit seinen fleissigen Helferinnen und Helfern zum Seniorennachmittag ein. Seit Jahrzehnten bekommen alle Seniorinnen und Senioren kostenlosen Kaffee ausgeschenkt und werden mit einem Stück Käsekuchen verwöhnt. Ein kleines Rahmenprogramm soll die Gäste für ein paar Stunden die Alltagssorgen vergessen lassen. Doch bevor es überhaupt los geht müssen fleissige Helfer die Tische und Stühle aufbauen. Dies war nur möglich, weil die Contacter Gerlingen fleissig mit zulangten.
Für den neu gewählten Vorstand Karl Heinz Ricken war es die erste Grossveranstaltung dieser Art. Mehrere hundert Besucher säumten schon 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung den Eingangsbereich der Stadthalle und freuten sich auf einen unterhaltsamen Nachmittag. Nach einer kurzen Begrüssung des AWO Vorsitzenden übergab er das Mikrofon an Gerlingens Bürgermeister Georg Brenner. Dieser freute sich dass die AWO mit Herrn Ricken einen neuen Vorstand gefunden hat und dass sich diese traditionelle Veranstaltung wohl auch in den nächsten Jahren weiter im Terminkalender der Stadt etablieren wird.
Für die Moderation des Nachmittags konnte die Arbeiterwohlfahrt den Contacter Vorstand Herbert Kottler gewinnen der souverän und lustig durch den Nachmittag führte. Den ersten unterhaltsamen Highlight setzten die Sternsinger der Peter und Paul Kirche die anschliessend für notleidende Kinder in Afrika Geld sammelten.
Danach läutete Tanzmariechen Nabila die fünfte Jahreszeit ein. Mit ihrem Showtanz und der südamerikanischen Popmusik verwandelte die 12jährige, die Gerlinger Stadthalle fast zu einer Karnevalshochburg wie Mainz. Es sollte nicht der einzige Höhepunkt sein. Völlig ohne technische Unterstützung , auf neudeutsch würde man unplugged sagen, betraten der Gerlinger Gesangsverein die Bühne. Nachdem man stimmgewaltig unser Schwabenland besungen hat und ein Loblieb auf den Wein zelebrierten kam es beim dritten Lied zum Höhepunkt des Auftritts. Bei “ es löscht das Meer die Sonne aus” gab es wohl keinen Besucher der nicht mitgesungen bzw. mitgesummt hat. Das nahmen die Besucher dann zum Anlass laut nach einer Zugabe zu verlangen. Ein Wunsch dem die Sänger gerne nachkamen.
Als im Anschluss das 6jährige Tanzmariechen Pia die Bühne betrat war das Eis in der Halle restlos geschmolzen und alle applaudierten der Nachwuchstänzerin. Es ist schon sensationell welche Erfolge die Contacter mit ihren Tanzgarden und Tanzmariechen immer wieder erreichen.
Da die Stadtkapelle kurzfristig abgesagt hat , sprang Hugo Pietz mit seinem Akkordeon ein. Seit sage und schreibe 1979 unterstützt der musikalische Rentner die AWO. Nachdem er jährlich auf den AMSEL Treffen für die musikalische Untermalung sorgte durfte er dieses Jahr auch den Seniorennachmittag bereichern. Ein Programmpunkt der bei den Besuchern gut ankam zumal man den Mann mit der Quetschkommode ja auch aus dem Bürgertreff und anderen Veranstaltungen her kennt. Für Gerlingens Senioren ist “Hugo” eine echte Kultperson geworden.
Doch bevor es nach Hause ging gab es Tanzdarbietungen der Junioren und Aktiven Garde der Contacter. Den bunten Abschluss boten dann die Wilden 13. Eine Tanzformation die der KSG Gerlingen angehört und ihren Ursprung bei den Contactern gefunden hatte. Bei brasilianischen Klängen fühlte man sich trotz leichten Schneefall vor der Halle fast wie am Zuckerhut. Beim grossen Finale waren sich dann alle einig, auch in diesem Jahr ist der AWO eine perfekte Veranstaltung gelungen bei der wieder mehrere hundert Besucher waren. Zu guter letzt gab es für dem AWO Vorstand noch den Jahresorden der Contacter, die in diesem Jahr ihr 40jähriges Bestehen feiern und für Elisabeth Busch , die gute Seele der AWO, gab es dann noch einen bunten Blumenstrauss aus dem Händen von Herbert Kottler. Diese nahm das Präsent für alle Helferinnen und Helfer entgegen, denn ohne ihre fleissigen Damen, so Elisabeth Busch, könne man eine solche Veranstaltung nicht durchführen. Wie wahr. Und jeder der dabei war freut sich schon auf den 6. Januar 2011 wenn die AWO wieder zu ihrem Seniorennachmittag einlädt. Text und Foto: Sauer
Kommentar der Redaktion: An dieser Stelle kleiner Tipp an den Schultes, wenn man sich zu Menschen an einen Tisch setzt sagt man auch Hallo, und wenn man eine Veranstaltung verlässt kann man sich auch bei gewissen Personen verabschieden. Oder hat ihre Ma ihnen das nicht beigebracht?
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