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Nachwuchs bei den Hutiacongas:
Kubabaumratten im Doppelpack
Zwei „Hutiacongas“ auf einen Streich erblickten letzte Woche im Kleinsäugerhaus das Licht der Wilhelma. Hutiacongas? Welches Tier trägt wohl so einen exotischen Namen? Ihr deutscher Zweitname „Kuba-Baumratte“ verrät es: Die ursprüngliche Heimat der mit Stachel- und Meerschweinen verwandten Nagetiere ist Kuba und sie gehören zur Familie der Baumratten.
Kaum auf der Welt, waren die kleinen „Hutzis“, wie sie in der Wilhelma auch heißen, schon auf den Beinen – und auf dem nächsten Ast. Denn die Nestflüchter kommen fix und fertig sowie mit offenen Augen auf die Welt und sind mit ihren scharfen Krallen von Kindesbeinen an geschickte Klettermaxen. Die Mutter wird das possierliche Pärchen nun knapp fünf Monate lang säugen, mit etwa zehn Monaten sind sie geschlechtsreif und können an einen anderen Zoo zur Nachzucht abgegeben werden. Derzeit besteht die Wilhelma-Gruppe aus fünf Tieren: dem Elternpaar, das sich nach über einem Dutzend gemeinsamer Nachkommen erneut vorbildlich um die zwei Jüngsten kümmert, ihrer im letzten Jahr geborenen Tochter und den beiden Nesthäkchen. Untereinander verständigen sich die tagaktiven, geselligen Tiere mit Hilfe vielfältiger Fiep- und Zirplaute, durch gegenseitige Fellpflege festigen sie die sozialen Bande untereinander. Auf dem Speisezettel der Vegetarier stehen in der Wildnis vor allem Blätter, Früchte, Sämereien und Rinde, in der Wilhelma kommen noch Obst und Gemüse dazu.
Einmal ausgewachsen, werden Kubabaumratten bis zu 60 Zentimeter groß und sieben Kilogramm schwer. Obwohl die Tiere in ihrer Heimat ursprünglich weit verbreitet waren und in manchen Regionen gar als Plage galten, haben Jagd und Abholzung den Bestand drastisch dezimiert. Und so leben Hutiacongas heute nur noch in geschützten Waldgebieten – und eben in Zoos. Wer die „Hutzis“ also gerne selbst beim Klettern, Spielen und Putzen beobachten will: In der Wilhelma sind sie bis Ende Februar obendrein zum günstigen Wintertarif zu sehen! Text und Foto: Wilhelma
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