2 Mai 2010
da carlo

Neues italienisches Restaurant eröffnet

Es gibt Tage im Leben eines Journalisten da ist der Job nicht einfach. Auf der einen Art soll man ehrlich schreiben und auf der anderen Art soll man aber auch auf sein Umfeld etwas Rücksicht nehmen. Die Gaststätte Rose wurde in den vergangenen Wochen neu renoviert und aufgemotzt. Erste Vorgespräche mit dem neuen Pächter, der sein Lokal unter dem Namen Da Carlo führt waren auch sehr vielversprechend. Also bin ich mit meiner Lebensgefährtin zur Eröffnung des “Speiserestaurants” gefahren. Bereits im Eingangsbereich hatten wir das Gefühl in einer Discothek zu sein. Ein Alleinunterhalter meinte die Gäste mit seinem “Gesang” traktieren zu müssen. Nach einer flüchtigen Begrüssung des Gastwirts , seine Frau hatte uns gekonnt ignoriert, zeigte man uns einen Tisch der bereits schön mit Flecken auf der Tischdecke verziert war. Wahrscheinlich, damit wir wissen was die Leute vor uns gegessen haben. Der Gastronom schien bei ca. 20 Gästen, die alle aus seinem Bekanntenkreis stammten, schon etwas gestresst und genervt. In kleinen Häppchen erzählte er uns was er denn so in seinem Lokal vorhabe. Familienfreundlich solle sein Restaurant sein. Das haben wir dann auch verstanden. Nicht nur dass der Alleinunterhalter auf uns einblärren durfte, es durften dann etwas später auch noch die Bambinos. Damit die Familienfreundlichkeit noch etwas näher rüber kommt vertraute uns der Wirt an dass die Gäste unter anderem von seiner Bank seien und dass er seinen Trüffel noch nicht bezahlt habe. Es wäre an dieser Stelle ungerecht auf dem Gastronom weiter drauf zu hauen. Die angebrachten Speisen sahen alle lecker aus und auch für die Presse gab es Nudeln mit Trüffel und Parmesan. Hierbei hatte er aber vergessen die Nudeln richtig abtropfen zu lassen, so dass sich die Nudeln in einer wässrigen Sosse wieder fanden. Um ganz ehrlich zu sein, für uns war der Besuch dieses Restaurants eher eine Folter als ein Vergnügen. Es gibt viel zu verbessern und wir hoffen der Wirt kriegt den Bogen noch, ansonsten wird er sich gegen die bekannten Gerlinger Italiener, die seit Jahren am Markt bestehen, nicht durchsetzen können. Euer Nilinil

sonnenhof2010

KSG Gerlingen - SG Sonnenhof Großaspach II 0:0

Sascha Becker war noch der Beste

Mit der SG Sonnenhof Grosaspach kam ein Titelaspirant der Landesliga auf die Schillerhöhe und hätte man im Vorfeld ein Remis getippt, wäre man wohl zufrieden gewesen. Die Zuschauer bekamen zwar ein Unentschieden geboten aber das Spiel ließ viele Wünsche offen. Dabei sah es anfangs gar nicht schlecht aus. Der wieder genesene Torschützenkönig Adnan Akcan hätte in den ersten 10 Minuten zwei Tore erzielen können / müssen. Nach diesem kurzen Strohfeuer verblasste die Mannschaft von Michael Mieck immer mehr. Schrecksekunde in der 31. Minute als Gerlingens Keeper Sascha Becker am Boden lag. Er konnte etwas später weiter spielen, was sich als Gewinn für die KSG herausstellen sollte. In der 39. Minute war Alexander Brändle etwas zu eigensinnig. Statt aus spitzen Winkel den besser postierten Tobias Schmidt anzuspielen traf Brändle nur das Aussennetz. In der 40. Minute durfte sich die KSG Mannschaft dann bei Tobias Schmidt bedanken. Dieser fischte dem einschussbereiten Sonnenhofer Dennis Förster gerade noch den Ball von Fuss so dass die 22 Akteure nach einer verregneten Anfangsphase in die Kabinen durfte. In der zweiten Hälfte gab es dann keine nennenswerte Chancen mehr für die Kicker von der Schillerhöhe. Lediglich Schlussmann Sascha Becker begeisterte mit seinen Glanzparaden. Ob Kopfball, Freistoss oder Fernschuss der Sonnenhofer Sturmabteilung, Becker hielt alles und rettete seiner Elf somit das Remis. Text: A. Sauer, Foto: T. Topp