28 Mai 2010

 

generationentreff lesung

Lesung über ein beschwerlichen Lebensabschnitt

Elisabeth Kübler ist das was man auf neudeutsch unter einem “Ghostwriter” versteht. Die freundliche Ditzingerin ist Biographin und schreibt nach den Konzepten oder Erinnerungen der Menschen leichte Romanunterhaltung. Einer ihrer Schützlinge ist der 1925 geborene Paul Rothkugel, der aus Gesundheitsgründen leider nicht an der Lesung im Gerlinger Künstlercafe Alt Gerlingen teilnehmen konnte.

Paul Rothkugel erzählt von seinem beschwerlichen Neubeginn, der ihn nach dem Zweiten Weltkrieg herausfordert. Lippen, das oberschlesische Dorf, in dem er aufgewachsen ist, trägt zwischenzeitlich den polnischen Namen Lipno. Dem Kriegsheimkehrer ist der Weg dorthin verschlossen. Er sucht eine neue Heimat, die er in der schwäbischen Metropole schließlich findet. Hoch motiviert beginnt er, sich beruflich weiter zu qualifizieren, sich zielstrebig hochzuarbeiten. Gelingt es ihm, die Hürden zu überwinden, die ihm den Weg nach oben immer wieder versperren? Und findet er Zugang zur Welt der »Häuslebauer«? Diesen und anderen Fragen geht Paul Rothkugel in seiner Autobiographie auf den Grund.

Die zumeist älteren Zuhörer fühlten sich in ihre Nachkriegszeit versetzt und damit der gleichzeitig genossene Kuchen auch nicht zu schwer im Magen liegt sorgte Siegfried Meixner mit seinem Akkordeon für die passende Untermalung. Text, Foto und Moderation: Andreas Sauer