25 Dezember 2009
neujahrskonzert 2010 leonberg

Neujahrskonzert am 10. Januar in der Stadthalle

In der Reihe *Musik in Leonberg“ spielt das Sinfonieorchester Leonberg unter der Leitung von Alexander G. Adiarte am Sonntag, 10. Januar um 11.15 Uhr in der Stadthalle. Das Neujahrskonzert, das vom Amt für Kultur der Stadt Leonberg veranstaltet wird, war, wie in den Jahren zuvor, bereits nach kurzer Zeit ausverkauft.

Das traditionelle Neujahrskonzert ist insgesamt bereits das 24. Neujahrskonzert in Leonberg und das vierte, das von Alexander G. Adiarte dirigiert wird. Adiarte wurde 1975 in USA geboren, studierte Musikwissenschaften und Violine an der Yale University. Sein Diplom in Dirigieren erwarb er an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Seither arbeitete er in verschiedenen Produktionen der Staatsoper Stuttgart für Neue Musik. Zur Zeit ist er Orchesterleiter an den Musikschulen in Stuttgart und Leonberg.

Beim Neujahrskonzert dirigiert er Werke von John Williams (*1932), Ludwig van Beethoven (1770-1827), Josef Strauss (1827-1870), Johannes Brahms (1833-1897), Gustav Holst (1874-1934) und Leonard Bernstein (1918-1990).

Das Sinfonieorchester Leonberg existiert seit 1971. Es wurde von Dieter Scholl gegründet und geleitet. Heute musizieren meist erwachsene ehemalige Schülerinnen und Schüler der Jugendmusikschule Leonberg sowie Musikstudenten und Profis zusammen. Text und Foto: Stadt Leonberg

gross ausstellung

Renate Gross * *schwerelos“: Zeichnungen und Abdrucke - Ausstellungseröffnung in Warmbronn

Am Freitag, 15. Januar um 18.30 Uhr wird die Ausstellung *schwerelos“ der Leonberger Künstlerin Renate Gross in der Warmbronner Zweigstelle der Stadtbücherei Leonberg eröffnet. Nach der Begrüßung der Gäste durch Christina Ossowski führt Dr. Felix Muhle in die ausgestellten Werke ein. Die Bilder sind bis einschließlich Freitag, den 26. März zu den Öffnungszeiten der Bücherei dienstags und freitags jeweils von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Am Pferdemarktdienstag, dem 9. Februar, ist die Ausstellung geschlossen.

Die 1956 in Ludwigsburg geborene Künstlerin Renate Gross lebt und arbeitet freischaffend in Gebersheim. Von 1973 bis 1977 absolvierte sie ein Studium an der Freien Kunstschule in Stuttgart für angewandte Grafik und setzte sich parallel dazu intensiv mit Aquarell, Zeichnungen und Collagen auseinander. Seit 1993 liegt ein Schwerpunkt ihrer Arbeit bei Körperabdrucken.

Ihr Thema ist der Mensch. Die Grenze zwischen Innen und Außen wird in ihren Arbeiten transparent. Sexualität, Realität, Verletzlichkeit, Alterung, Sterblichkeit, kraftvolle Dynamik und Morbidität werden in ihren Bildern sichtbar.

In ihren neuen Körperabdrucken arbeitet Renate Gross mit einer Negativtechnik. Wurde früher die Farbe auf den Körper aufgetragen und auf den Bildträger abgedruckt, so ist jetzt zuerst die Farbe auf dem Papier. Zu Beginn ist das Bild schwarz, dann wird durch den Abdruck überflüssige Farbe entfernt, so wie ein Bildhauer alles Unnötige vom Stein weg schlägt.

Seit dreißig Jahren beschäftigt sich die Künstlerin mit dem Zeichnen. Beim Experimentieren mit der Linie entdeckt die Künstlerin neben dem Bleistift das Teppichmesser und die Bohrmaschine mit Kugelfräskopf für ihre künstlerische Arbeit. Das sperrige Heimwerkzeug fixiert sie mit Klebeband am Arm, der dann locker hängend über die Acrylglasplatten bewegt wird und so winzige Schnörkel ausführen kann. Im Gegensatz dazu verkantet sich das Teppichmesser, springt auf der Acrylglasfläche. Impulse können nicht so schwerelos übertragen werden wie mit dem Bleistift. So entwickelt sich eine neue faszinierende Bildsprache. Ihre Bilder strahlen eine unbändige Kraft und Intensität aus. Text und Foto: Stadt Leonberg

gallei

Das Leben des Galilei

Schauspiel von Bertolt Brecht

Dienstag, 26. Januar 2010, 20.00 Uhr, Stadthalle Gerlingen

Württembergische Landesbühne

Galilei ist von seinen Forschungen besessen. Er will beweisen, dass sich die Erde um die Sonne dreht und bringt damit ein ganzes Weltbild ins Wanken. Aber Galilei braucht auch Geld. Deswegen betrügt er ein bisschen. Mit einem Fernrohr beispielsweise, das er als seine Erfindung verkauft. Oder mit Schmeicheleien. Er benennt von ihm entdeckte Sterne nach dem Geschlecht der Medici und empfiehlt sich so seinem neuen Arbeitsgeber. Er setzt das Lebensglück seiner Tochter Virginia aufs Spiel, da er nicht von seinen Lehren ablassen will. Doch als er von der Inquisition bedroht wird, widerruft Galilei – zum Entsetzen seiner Schüler, die sich nun von ihm abwenden. Zurückgezogen lebt er halb blind und verbittert unter Aufsicht seiner Tochter. Als Andrea, sein erster Schüler, ihn besucht, gibt er ihm eine illegale Abschrift seiner Forschungen. Für Andrea ist er rehabilitiert. Galilei selbst sieht das anders. Brecht hat mit „Das Leben des Galilei“ einen historischen Fall aufgegriffen, dessen Thema, die Beziehung zwischen Macht und Wissenschaft, nichts an Brisanz verloren hat. Text und Foto: Stadt Gerlingen

gorillababy2010

Kleines Weihnachtsgeschenk:

Gorilla-Baby in der Wilhelma geboren

Fast pünktlich zu Weihnachten hat die Gorillafrau Kolo der Wilhelma ein besonderes Geschenk beschert: ein Baby. Es ist damit bereits das zweite Gorillakind, das 2009 im „Jahr des Gorillas“ in Stuttgart geboren wurde.

Am frühen Morgen des 22. Dezember brachte Kolo im Beisein ihrer Familie das Baby zur Welt: Sie zog sich dazu nicht in ihren Nachtkäfig, sondern nur in eine Ecke des Gemeinschaftsgeheges zurück, baute dort ein Nest aus Holzwolle und kurz nach 8 Uhr war das Kleine da. „Nachdem das letztjährige Baby von Kolo Fruchtwasser eingeatmet hatte und gestorben war, freuen wir uns doppelt, dass diesmal alles gut ging, das Kleine gesund und wohlauf ist“, erklärt die Kuratorin für Menschenaffen Dr. Marianne Holtkötter. „Kolo ist zudem die perfekte Mutter, die ihr Kind in den nächsten Tagen sicher nicht aus Armen und Augen lassen wird.“ Derweil weicht auch Kolos erster Sohn, der sechseinhalbjährige Lengai, seiner Mutter und dem Baby kaum von der Seite – er ist natürlich besonders neugierig auf sein Geschwisterchen. Doch auch die anderen Gruppenmitglieder beobachten neugierig, aber noch mit respektvollem Abstand, wie Kolo das Kleine trägt, säugt, säubert und umsorgt.

Bereits im März hatte in der Gruppe die Gorillafrau Mutasi einem Mädchen das Leben geschenkt – der kleinen Mawenzi, die als 30. Gorillakind in Stuttgart geboren wurde. Der kleine Neuling ist somit „Nummer 31“.  Der Vater beider Jungtiere ist Kibo, der gutmütige Silberrücken des Clans und ein kinderfreundlicher Patriarch, der gerne und ausgiebig mit seinen drei „Ältesten“ Meru, Shira und Lengai spielt. Auch die neun Monate alte Mawenzi hängt mittlerweile nicht mehr nur am Fellzipfel ihrer Mutter, sondern bewegt sich munter durch Gehege und Gruppe. Bis der noch namenlose kleine Neuling bisher unbekannten Geschlechts seine ersten Ausflüge wagt, werden jedoch noch einige Monate vergehen.

Wer in den Weihnachtsferien die Wilhelma besucht, kann mit etwas Glück bereits einen Blick auf Mutter und Kind erhaschen. Falls sich beide aber gerade zurückgezogen haben: Auch die kleine Mawenzi und die anderen Gorillas freuen sich über Besucher. Bedeuten diese doch gerade in der ruhigen Winterzeit für die Tiere eine willkommene Abwechslung und Unterhaltung. Text und Foto: Wilhelma