23 November 2012
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Gerlingens Jugendfussball auf neuen Wegen

Dicke Freunde waren sie eigentlich nie. Die KSG Gerlingen und der FC Gehenbühl verband eine “Vereinsfreundschaft” wie zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04. Nun aber steht ein Zusammenschluss an. Zumindest in der Jugendarbeit.

Ca. 450 Kinder spielen in Gerlingen Fussball. Während man bei den Bambinis und der F-Jugend noch interessierte Kinder auf eine Warteliste setzen muss, fehlen in den oberen Jugendabteilungen, wie zum Beispiel der A und B Jugend, das Potential eine Mannschaft aufstellen zu können.

Um den hohen Stellenwert des Gerlinger Fussballs aufrecht zu erhalten müssen beide Vereine neue Wege gehen. Heutzutage stehen die Vereine vor völlig neuen Herausforderungen. Der demographische Wandel, Computerspiele , konkurrierende Freizeitangebote machen nicht nur den Fussball Vereinen zu schaffen.

Gerlingens Jugendmannschaften spielen aktuell in unteren Klassen. Ohne Chance zum Aufstieg. Aufgrund dieser Situation wechseln viele Talente zu aufstiegsfähigen Vereinen. Oftmals reicht dadurch dann die Anzahl der Spieler nicht mehr aus, um Mannschaften melden zu können. Auch Spielgemeinschaften haben sich hier nur als Notlösungen erwiesen.

Das Abwerben von Spielern aus anderen Vereinen, kann und wollen sich beide Gerlinger Fussball Clubs nicht (mehr) leisten. Um dieses Ziel zu erreichen braucht es neue Rahmenbedingungen.

Mit der Gründung des eigenständigen Jugendfussballclubs können beide Vereine ihre Fussballzukunft sichern. Die beiden Vorstände sind davon überzeugt den Gerlinger Fussball wieder auf die Spur zu bekommen. Wiesner und Zierz sprechen hier von der Bündelung der eigenen Kräfte.

Dabei bleiben die Jugendspieler in ihren jeweiligen Vereinen und zahlen auch in ihrem Stammverein den Beitrag. Die Hoffnung ist, dass man mit diesen Zusammenschluss mehr Trainer, Sponsoren und auch wieder Zuschauer gewinnt. Finanziert wird der Jugendfussballverein von den beiden Vereinen.

Ob auch die Aktiven innerhalb der nächsten fünf Jahre zusammen können, kann noch nicht gesagt werden. Der Zusammenschluss der Jugendmannschaften ist sicher ein erster wichtiger Schritt. Bleibt zu hoffen, dass die KSG Mitglieder dem Zusammenschluss, auf ihrer ausserordentlichen Jahreshauptversammlung am 9. Dezember zustimmen.

Vielleicht kann dann auch von der Stadt wieder etwas mehr Geld locker gemacht werden, so die Ansicht mehrerer Teilnehmer. Aktuell fehlt es an Hallentrainingsmöglichkeiten und einem weiteren Sportplatz. Man darf in den nächsten Monaten gespannt sein. Text und Fotos: RB Sauer