20 Januar 2010
trikotspende

Gerlinger Trainerlegende verschenkt VfB Trikot an Dennis

Was gibt es Schöneres als glückliche Kinderaugen. Das dachte sich auch Gerlingens Fussballtrainer Thomas Lechler. Zur Weihnachtszeit hatte der zweimalige Meistertrainer der Gehenbühler Mädchenmannschaft  auf einer Veranstaltung der Lukaskirche Schwester Anne Messner vom Korntaler Flattichhaus kennengelernt. Im einem persönlichen Gespräch berichtete die Ordensfrau von den Wünschen ihrer Schützlinge. Da ist zum Beispiel Dennis, 12 Jahre alt, der in der D1 Jugend vom TSV Korntal für eine sichere Abwehr sorgt. Sein Wunsch war es immer einmal ein Originaltrikot des Bundesligisten zu tragen. Ein Wunsch der auch Lechler sehr zu Herzen ging. Durch seine guten Kontakte gelang es ihm von Marco Pischorn einen Originaltrikot mit Unterschrift und mehreren Autogrammkarten zu ergattern. Dennis E. schaute nicht schlecht als Thomas Lechler sein Ehrenwort hielt und den Nachwuchskicker mit einem Trikot erfreute. Stolz war auch Schwester Anne die sich immer freut wenn Ihre Schützlinge etwas geschenkt bekommen. Weitere Informationen zum Flattichhaus finden Sie im Internet unter www.flattichhaus.de Bleibt zu hoffen dass solche Überraschungen weitere Nachahmer finden. Text und Foto: Sauer

kamelien2010

Zeit für Kamelien:

Blütenwunder mit Vergangenheit

Könnten die Kamelien der Wilhelma reden, hätten sie wohl viel zu erzählen. Denn einige der asiatischen Ziersträucher im historischen Schauhaus haben schon König Wilhelm I. erfreut. Heute erfreuen sie alle Wilhelma-Besucher, und das mitten im Winter. Wobei die „Hochzeit“ der Kamelienblüte gerade beginnt und noch bis Ende Februar andauern wird.

Es war 1845, als König Wilhelm von seinem Hofgärtner Johann Baptist Müller aus der Sammlung eines Frankfurter Barons 200 schöne, große Kamelien erwerben und per Schiff nach Cannstatt eskortieren ließ. 25 dieser königlichen Kamelien sind bis heute erhalten, sie müssen also gut über 165 Jahre alt sein! War es früher dem König und seinen Gästen vorbehalten, die wertvollen Gewächse aus Asien mit ihren dunkelgrün glänzenden Blättern und herrlichen Blüten in Weiß, Rot und Rosa zu bewundern, so können heute alle Wilhelma-Besucher die exotische Pracht genießen – von mittlerweile 17 Arten und 132 Sorten. So mancher denkt dann vielleicht an „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas, der mit seinem Roman den Kamelien auf dem Höhepunkt ihrer Beliebtheit im 19. Jahrhundert ein literarisches Denkmal setzte. Vollends berühmt gemacht hat die schöne Blume aber wohl Guiseppe Verdi – mit seiner an Dumas’ Werk angelehnten Oper „La Traviata“, die bis heute weltweit ein Millionenpublikum begeistert.

Auch in ihrer ursprünglichen Heimat , wo Kamelien in den Gebirgswäldern von , China, und Japan wachsen und bis 20 Meter hoch werden, sind sie als Ziersträucher seit jeher beliebt. Als Symbol für Freundschaft und Harmonie spielten sie bei Hof- sowie Teezeremonien eine Rolle. Die ersten Pflanzen brachten im 16. Jahrhundert vermutlich portugiesische Seefahrer von Südchina nach Europa. Doch erst die Engländer führten im 18. Jahrhundert Kamelien verstärkt ein: als Teepflanzen. Dazu muss man wissen, dass alle Kamelien zu den Teestrauchgewächsen gehören, doch nur die Camellia sinensis als „echter“ Teestrauch wirklich Tee liefert. Einige Zierkamelien, die nach Europa reisten, wurden also vermutlich mit diesem verwechselt – oder die Chinesen halfen bei der Verwechslung nach, um sich ihr Monopol auf den damals sehr wertvollen Tee zu bewahren.

So dekorativ Kamelien sind: Als Zimmerpflanzen in zentral geheizten Wohnungen fühlen sich die asiatischen Schönen nicht wohl und sie legen Wert auf perfekte Pflege: Die Erde muss immer gleichmäßig feucht, das Wasser temperiert und enthärtet sein; winters lieben sie es kühl und hell, sommers kühl und schattig. Ideale Bedingungen für ihre Wellness und Blühfreude finden sie in der Wilhelma dank erfahrener GärtnerInnen und kühler Schauhäuser. Und diese stehen im Gegensatz zu Königs Zeiten heute ja allen offen  – bis Ende Februar obendrein zum günstigen Wintertarif. Text und Foto: Wilhelma