16 November 2011
laureus klitschkos

Boris Becker: „Der beste Laureus Medien Preis aller Zeiten“

· Michael Teuber und Kai Diekmann erhalten Ehrenpreise

· Glanzvolle Gala im Grand Tirolia in Kitzbühel

· Jensen: „Ein wunderbarer Abend mit wunderbaren Preisträgern“

Kitzbühel, 15. November 2011 – Gestern Abend wurden im Grand Tirolia, dem offiziellen Home of Laureus Sport for Good, die Preisträger des Laureus

Medien Preises 2011 gekürt: Zu den Gewinnern gehören der Sportsender Sport1, das Onlinemedium bild.de, der Sportjournalist Stefan Frommann und das Sportprojekt King5 BOX Therapie.

Bereits zum siebten Mal zeichnete der Laureus Medien Preis sportjournalistische Beiträge und Initiativen sowie Personen aus, die ein besonderes, soziales Engagement im Sport gezeigt und sich um die Laureus Idee verdient gemacht haben.

Mit dem „Laureus Medien Preis 2011: Spirit von Laureus“ wurde Stefan Frommann, Sportchef der Welt, Welt am Sonntag und Berliner Morgenpost, in der Kategorie Print für seinen Artikel „Ball der Engel“ über ein israelisch-palästinensisches Basketballprojekt von Laureus geehrt. Sport1 erhielt den „Spirit von Laureus“ in der Kategorie TV, bild.de in der Kategorie Online für ein außergewöhnliches Engagement bei der Berichterstattung über das Thema Laureus.

Das österreichische Boxprojekt „King5 BOXTherapie“, das verhaltensauffällige und sozial benachteiligte Kinder unterstützt, wurde mit dem „Laureus Medien Preis 2011: Soziales Sportprojekt“ ausgezeichnet. Zusätzlich vergab Laureus Deutschland zwei Ehrenpreise. Den „Laureus Medien Preis 2011 für das größte Engagement für Laureus“ erhielt Laureus Botschafter Michael Teuber, der trotz seines Handicaps im Dezember 2010 den Kilimandscharo bestieg und damit Spenden für die Laureus Sport for Good Stiftung sammelte. Mit dem “Ehrenpreis 2011“ wurde Bild-Herausgeber und –Chefredakteur Kai Diekmann für sein langjähriges Engagement für „Ein Herz für Kinder“ ausgezeichnet.

Für Boris Becker, Laureus Academy Mitglied und Vorstandsmitglied der Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich, hat der diesjährige Laureus Medien Preis alle bisherigen Events getoppt. „Das war der beste Laureus Medien Preis aller Zeiten. Für die Laureus Familie ist der Laureus Medien Preis ein ganz wichtiger Event. Wir Botschafter unterstützen die Laureus Sport for Good Stiftung durch unsere Aktivitäten, die Medien durch ihre Berichterstattung. Nur gemeinsam können wir unser Ziel erreichen, möglichst viele Kinder und Jugendliche mit unseren sozialen Sportprojekten zu erreichen.“

Dieser Meinung ist auch Laureus Geschäftsführer und Leiter Markenkommunikation Mercedes-Benz PKW Anders Sundt Jensen: „Es war ein wundervoller Abend mit wundervollen Preisträgern. Es ist großartig, dass so viele Journalisten die Idee von Laureus unterstützen und es soziale Sportprojekte gibt, die sich das Laureus Motto ‚Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern‘, selbst zur Aufgabe gemacht haben.“

Im Rahmen des Laureus Medien Preises, der erneut im Hotel Grand Tirolia, dem offiziellen Home of Laureus Sport for Good in Österreich, stattfand, wurden drei neue Laureus Botschafter ernannt: Die mehrfache Paralympicssiegerin Verena Bentele, Judo-Olympiasieger Ole Bischof und die ehemalige Skirennläuferin Christa Kinshofer engagieren sich künftig für die Laureus Sport for Good Stiftung Deutschland/Österreich.

Zudem wartete der Laureus Medien Preis mit einem ganz besonderen Highlight auf: Ab jetzt bis zum 15. Dezember 2011 können auf www.laureus.de/Helfen die exklusiven „Money can’t buy“-Geschenke des Laureus Charity-Weihnachtsbaums, dem sogenannten „Chari-Tree“, ersteigert werden. Der Erlös der Geschenke - darunter ein Pokernachmittag mit Boris Becker, eine Schatzsuche mit Sabine Christiansen oder ein Besuch des WM-Camps von Vitali und Wladimir Klitschko – kommt der Laureus Stiftung zugute.

Insgesamt nahmen rund 300 geladene Gäste an der Preisverleihung teil, darunter: Franz Beckenbauer, Boris Becker, Sabine Christiansen, Maria Höfl-Riesch, Franz Klammer, Vitali und Wladimir Klitschko, Edwin Moses, Matthias Sammer, Axel Schulz und Jochen Schümann. Für den musikalischen Höhepunkt des Abends sorgte der weltbeste Klassik-Gitarrist Miloš Karadaglićc.

Bereits am Vorabend des Events wurden im Rahmen des ersten Tribute to Laureus – Dinners 350.000 Euro für die Laureus Stiftung Deutschland/Österreich und ihre neun Projekte gesammelt. Text und Foto: Laureus

tano

Gorillababy Tano aus Prag:

Urenkel der ersten Wilhelma-Gorillas in Stuttgarter Aufzuchtstation eingetroffen

Die Aufzuchtstation der Wilhelma hat einen neuen Schützling aufgenommen: den erst vor einer Woche, am 8. November, im Prager Zoo geborenen Gorillajungen Tano (Suaheli für „der Fünfte“). Weil seine unerfahrene Mutter Bikira sich um ihren Erstgeborenen nicht richtig kümmerte, brachte ihn der Prager Zoo in Abstimmung mit dem Europäischen

Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in die Wilhelma, wo sich die offizielle Aufzuchtstation für Gorillas befindet. Zumindest der Herkunft nach ist Stuttgart für den kleinen Tano dabei keine absolute Fremde: Denn er ist ein Urenkel der früheren Stuttgarter Gorillas Dina und Banjo – und seine Mutter Bikira wurde 1995 bis 1998 ebenfalls in Stuttgart von Hand aufgezogen. Seine erste Nacht hat Tano im Schwabenland bereits gut überstanden – trinkend und schlafend.

Einige Monate lang war die Aufzuchtstation der Wilhelma verwaist: Die dreijährigen Gorillajungs Monza und Upala zogen nach Romagne in eine Männer-WG, die zweijährige Claudia lebt im Menschenaffenhaus bei der Gorillafamilie, in die sie behutsam integriert wird. Doch nun ist wieder ein Neugeborenes in die Aufzuchtstation eingezogen – das 59ste, das hier aufwächst. „Leider können wir es noch nicht im neuen Haus unterbringen, wo die Aufzuchtstation direkt neben dem Gehege der Gorillafamilie liegen wird und auch die Besucher alles beobachten können“, sagt Marianne Holtkötter, die Menschenaffenkuratorin der Wilhelma. „Am besten wäre es natürlich, wenn Babys wie Tano bei ihren Müttern aufwachsen können. Aber mitunter bleibt keine Wahl.“ Weil es diese bei Tano nicht mehr gab, brachten ihn sein Tierpfleger, Tierarzt und Direktor nach Stuttgart. Hier ist er nun zunächst in Quarantäne hinter den Kulissen, für die Besucher also nicht zu sehen. Dafür wird er seine zwei Ersatzmütter Margot Federer und Bea Jarczewski in der nächsten Zeit gut auf Trab halten: Diese betreuen ihn in Wechselschicht rund um die Uhr, geben ihm alle zwei bis drei Stunden das Fläschchen. 2500 Gramm wog der Kleine bei der Ankunft, ein normales Gewicht für sein zartes Alter. Da er überdies einen altersgemäßen Appetit besitzt und von der Pflegerin schon kurz nach der Ankunft problemlos das Fläschchen annahm, sind alle zuversichtlich, dass er schnell wächst und gedeiht.

Doch ein Gorilla braucht nicht nur Muttermilch, sondern vor allem anfangs auch die Körperwärme seiner Mutter. Da Bikira ihren Sohn jedoch nach der Geburt liegen ließ, drohte Tano zu unterkühlen und wurde vorsichtshalber in den Brutkasten gelegt. Versuche, Tano danach der Mutter zurückzugeben, scheiterten. Es blieb nur noch der Weg in die Handaufzucht, wollte man nicht den Tod des Kleinen riskieren. In der Aufzuchtstation erhält er von den erfahrenen Pflegerinnen nun neben Milch auch so viel Körperkontakt wie möglich, zwischendurch sorgt eine Wärmflasche für mollige Temperaturen, ein Klammertuch dient als Ersatz fürs Mutterfell und ein „Herzsimulator“ ahmt Mamas Herzschlag beruhigend nach. Warum Bikira sich nicht selbst um ihr Kind kümmerte, kann mehrere Gründe haben: Zum einen hat sie in ihrer vorigen Heimat Belfast offenbar von anderen Gorillamüttern bislang nichts übers Mutterdasein lernen können – ein Anschauungsunterricht, der für junge Gorillafrauen wichtig ist. Zum anderen kam sie erst im Dezember 2010 nach Prag und ihre Stellung in der Gruppe war noch nicht gefestigt. Als sich nach der Geburt andere Gruppenmitglieder neugierig näherten, war sie daher wohl nicht selbstbewusst genug, um sich ungerührt weiter ihrem Kind zu widmen, sondern ließ es liegen.

Einer der großen Vorteile der europaweiten Aufzuchtstation für Menschenaffenkinder in der Wilhelma ist, dass die Kleinen von Anfang an mit Artgenossen zusammen sein können – was in der neuen Menschenaffenanlage auch im Hinblick auf die erwachsenen Tiere noch besser umgesetzt werden kann. Noch ist es aber nicht soweit: Sofern Tano daher weiterhin der einzige Schützling im Aufzuchthaus bleibt, was nie vorhersehbar ist, wird er jedoch baldmöglichst ins alte Menschenaffenhaus und in die Nähe von Claudia und der Gorillafamilie umziehen. Wann und wie oft die Besucher ihn also in Zukunft sehen können, ist noch offen. Die Wilhelma wird die Besucher dazu per Internet und Aushänge jedoch weiter auf dem Laufenden halten. Text und Foto: Wilhelma