14 März 2009
beatbone stadtkapelle 1
beatbone stadtkapelle 2

Die Qual der Wahl

Rock oder eher die klassischen Klänge? Diese Frage können sich die Gerlinger am 28. März selbst entscheiden. Genau zur gleichen Zeit veranstaltet der Musikverein Stadtkapelle Gerlingen in der Stadthalle ihr Frühjahrskonzert und die Rockgruppe Beatbone ihren Oldieabend, allerdings in der kleineren Jahnhalle. Um diesen Gewissenskonflikt aus dem Weg zu gehen gehe ich einfach auf die Porsche Oldie Night. Da spielt unter anderem Nazareth und das kann keiner von beiden toppen. Euer Nili Nil.

gorillababy 2009

Mehrgenerationenhaus in der Wilhelma:

Das 30. Gorillababy ist geboren

Im Menschenaffenhaus der Wilhelma hat die Gorillafamilie am 8. März erneut Zuwachs bekommen: ein kleines Gorillamädchen (Weltfrauentag!). Es ist bereits das 30. Baby, das in der Stuttgarter Gorillagruppe geboren wurde. Während Mutter „Mutasi“ sich liebevoll um ihr Sonntagskind kümmert, schaut ihre ältere Tochter „Shira“ (geboren 2004) neugierig zu, wie man so etwas macht. Und die „Stammesälteste“ in der Familie, die etwa 48-jährige „Mimi“, kann wahrhaft stolz auf Tochter und Enkelin sein. Das ist das Besondere an der Gorillafamilie in der Wilhelma: Drei Generationen leben hier zusammen, vier Kinder wachsen derzeit bei ihren Müttern in der Familie auf und lernen so alles über Geburt, Pflege und Erziehung von kleinen Gorillas sowie den Verhaltenskodex in der Familie von der Pike auf! Auch die anderen Halbstarken „Meru“ (geboren 2004 von Mimi) und „Lengai“ (geboren 2003 von „Kolo“) sind sehr neugierig ob des neuen Spielkameraden. Vater „Kibo“ schaut sehr interessiert, versucht auch, ob er’s mit dem Finger mal anstupsen darf, muss aber natürlich zuerst die wichtigen Aufgaben als Silberrücken erledigen (angeben, als erster fressen, rumalbern, gegen die Scheibe bollern, Grimassen schneiden, die Familie rund machen, repräsentieren usw). Echte Vaterpflichten hat er nicht, das ist bei Gorillas nicht üblich. Aber er spielt sehr gerne und ausgiebig mit seinen älteren Kindern. Wenn die Kleine alt genug ist und Mutter es erlaubt, kann sie bei der „Vater-Söhne-Töchter-Spielgruppe“ mitmachen – bis jetzt aber hat sie noch nicht mal einen Namen, den gibt’s traditionell erst nach vier Wochen.

Vielleicht ist es zudem ein gutes Zeichen, dass das 30. Gorillababy gerade im „Jahr des Gorillas“ zur Welt kam. Dieses haben die Vereinten Nationen, genauer gesagt die “UN-Konvention zum Schutz wandernder Arten“ ausgerufen, um auf die starke Bedrohung der Gorillas durch Wilderei, die Zerstörung des Regenwaldes und durch den Ebola-Virus aufmerksam zu machen. Auch in der Wilhelma werden dieses Jahr zusätzliche Schilder im Menschenaffenhaus die Besucher verstärkt über die Situation und Gefährdung der Gorillas in ihrem natürlichen Lebensraum informieren. Text und Foto: Wilhelma