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Stadtbaumeister Eberhardt - noch haltbar?
Man muss gestehen, Vieles was der Stadtbaumeister in die Hand nimmt ist nicht gerade vom Erfolg verwöhnt. War er doch mit an vorderster Front als es darum ging den Friedhof zu privatisieren. Ist zwischenzeitlich wieder umstrukturiert worden. Auf deutsch, es wurde wieder auf den alten Stand gebracht.
Dann war er in vorderster Front als es darum ging einen kleinen Mitarbeiter abzusägen. Den Friedhofsverwalter und den ehemaligen Bauhofleiter traf Eberhards Eifer. Aber auch mit dem Träuble Areal ging man zu schnell an die Öffentlichkeit. Bislang auch kein zählbares Ergebnis.
Ja und dann masst sich der Stadtbaumeister noch an welche Journalisten zu einem Termin eingeladen werden und welche nicht. Der Mann, der selbst angibt nur hochwertige Zeitungen zu lesen dürfte sich gefreut haben nachdem es gestern von der Stuttgarter Zeitung einen auf den Deckel gab. Unter der Schlagzeile, kein Kavaliersdelikt , stellte die Strohgäu Redaktion die Superleistung unseres Stadtbaumeisters ins rechte Licht.
Wie wir ja alle wissen muss das Gerlinger Gymnasium umgebaut werden. Eine Investition von mindestens 8 Millionen Euro. Nur hat der gute Mann dabei vergessen dass man bei einem solchen Volumen die Ausschreibung europaweit machen muss. Dank eines Gerlinger Architekten ist dieser Fall überhaupt erst an die Öffentlichkeit gekommen. Wie konnte es passieren dass solche Dinge ein Stadtbaumeister nicht weiss? Man wollte es an ein Unternehmen der Region geben. Ein Böser der dem Schultes und seinen Stadtbaumeister hier gar private Interessen unterstellt. Wir stellen klar, so etwas würden die beiden Lokalgrössen doch sicher nie tun. Denken wir wenigstens.
Bürgermeister Brenner, der seinem Stadtbaumeister, trotz einer Reihe von Peinlichkeiten, seinem Stadtbaumeister den Rücken stärkt ist eher enttäuscht dass man jetzt europaweit ausschreiben soll. Nur ein kleiner Tipp an Brenner und Co. Demnächst findet nicht nur die Gemeinderatswahl statt sondern auch die Europawahl. Man hat im Gerlinger Rathaus doch wohl nichts gegen Europa. Gerlinger Aufträge nur an Gerlinger? Das haben wir doch schon beim Strassenfest und der Stadthalle. Hier hat ein Gerlinger Getränkehändler das Monopol und kann sich auf dessen natürlich auch, an der Stadtgrenze, ein neues kostspieliges Domizil leisten. Nur gut dass es Menschen gibt die immer mal wieder aufpassen was Brenner und Co so anstellen.
Am Besten hat mir in der Stuttgarter Zeitung die folgende Passage gefallen. Ich zitiere mal
Dem Gerlinger Bürgermeister Georg Brenner war der Frust darüber anzumerken, dass er die Sanierung des Robert-Bosch-Gymnasiums jetzt europaweit ausschreiben muss. Er hätte es lieber gesehen, wenn die Planer des Stuttgarter Architekturbüros Arcass, deren Chefs in Gerlingen wohnen, und die auch die Voruntersuchungen für das Projekt gemacht hatten, am Montag den Zuschlag bekommen hätten. Das hatte die Verwaltung dem Ausschuss nämlich als Beschluss vorgeschlagen . "Wir wollten einen Gerlinger, jetzt bekommen wir einen Europäer", sagte der Schultes gereizt.
Wie gesagt, ein Schelm ist wer hier denkt dass hier private Interessen im Raum stehen. Tatsächlich sind wir froh darüber dass ausgerechnet der neue Vorstand des BdS diese Peinlichkeit entlarvte. Ich muss gestehen, ich wäre nicht so freundlich zu Brenner und seinem Gefolge gewesen. Ich hätte die das erst mal entscheiden lassen und hätte dann geklagt. Aber dann hätte der Schultes und sein Statbaumeister wahrscheinlich Alles auf den Stadtrat geschoben. Oder? Naja, vielleicht bauen ja bald Polen oder Spanier und ein schönes neues Gymnasium. Gerade im Zuge unserer Partnerstädte bleibt unserem Bürgermeister zu wünschen dass seine schlechte Laune über die europäische Ausschreibung ein einmaliger Ausrutscher bleibt. Falls er sich zu sehr ärgert kann er sich ja direkt an unseren EU Abgeordneten wenden. Mit Rainer Wieland lässt er sich ja ansonsten auch immer gerne fotografieren. Naja, vielleicht jetzt erst mal nicht mehr. Aber egal, wir haben uns über die Informationsdefizite unseres Stadtbaumeisters mal wieder riesig gefreut. Schadenfreude ist bekanntlich die beste Freude. Euer Nili Nil.
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