13 Februar 2009
salome 2009 leo

Harry Owens kommt am

Freitag,20. März, 20.00 Uhr

mit seinem

TRAUMTHEATER       SALOME

und neuem Programm

in die STADTHALLE LEONBERG

Wunder der Himmel - Sanfte Wolken, die durch blaue Träume ziehen…“ ist der Titel des neuen Programms, mit dem Harry Owens und sein TRAUMTHEATER SALOME in diesem Frühjahr in die STADTHALLE LEONBERG kommt.

Die Zutaten seiner Traumspiele sind Farben, Tanz, Klänge, Musik, Gesang, Worte und vielerlei Körperkünste… - eine Welt der Phantasie und des Staunens, ein Schwebezustand zwischen realer Kunst und metaphysischem Traum. Inmitten dieser romantisch-geheimnisvollen Bilder ereignet sich Wunderbares - ein Reigen unter-schiedlichster Impressionen, klassische Tänze vor skurriler Riesenkulisse, Panto-mime, Akrobatik und Geschichten, die das „Unmögliche möglich“ machen…

Dabei wird Harry Owens wieder selbst als Erzähler durch sein Programm führen und sein Publikum mit auf eine „wunderbare Reise“ nehmen…. Text und Foto: Stadthalle Leonberg

power of afrika

Die South African Musical Group kommt am

Samstag, 14. März 2009, Beginn 20.00 Uhr

mit ihrer neuen Produktion

POWER OF AFRICA

in die STADTHALLE LEONBERG

Um die besten Sänger, Tänzer und Musiker für die seit vielen Jahren in Westeuropa umju-belte SOUTH AFRICAN MUSICAL GROUP auszuwählen, werden alljährlich aufwändige Auditions in Südafrika durchgeführt.

Authentische Kostüme, teilweise in akkurater Handarbeit nachgestaltet, sind genauso ein Markenzeichen der South African Musical Group, wie ihre liebevoll gestalteten Bühnenbilder. So werden bei POWER OF AFRICA u.a. Originaltrommeln und wohl erstmals auf Tournee echte von Hand geschnitzte Thronsessel zu sehen sein; die Musik, die sich besonders durch die Verschmelzung von afrikanischen und westlichen Klängen auszeichnet, ist in Verbindung mit dem Temperament der Tänzer faszinierend, vibrierend, einfach überwältigend.

Das erfahrene Produktionsteam von POWER OF AFRICA besteht aus dem Komponisten Claude King (einer der anerkanntesten Musiker seines Landes) und der Choreografin Portia Lebohang Mashigo.

Die früheren Produktionen „Vibrating Africa“ und „In the Ghetto“ wurden mit dem begehrten Musiktheaterpreis der INTHEGA für die „beste Musiktheater-Produktion der Saison“ ausge-zeichnet.

Stampfender Rhythmus zahlreicher Trommeln, farbenprächtige, fantasievolle Kostüme, die alten Stammestraditionen entsprechen, unbändige Tanzlust und Lebensfreude  - das ist die eine Seite Südafrikas. Damit begeistert die South African Musical Group ihr Publikum seit Jahren. Auf der anderen Seite sind soziale Spannungen, Gewalt in den Townships und Armut an der Tagesordnung. Lebendige Vergangenheit und optimistische Bewältigung der Gegenwart mit all ihren Problemen ziehen sich als roter Faden durch die Produktion POWER OF AFRICA. Text und Foto: Stadthalle Leonberg

westerwelle 2007 nachdenklich42

WESTERWELLE-Interview für den „Kurier“ (Wien)

Berlin. Der FDP-Partei- und -Fraktionsvorsitzende DR. GUIDO WESTERWELLE gab dem Wiener „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe) das folgende Interview. Die Fragen stellte REINHARD FRAUSCHER:

Frage: Herr Westerwelle, zwei Drittel der Bürger leben schon in Bundesländern, wo die FDP mitregiert: Können Sie das noch steigern?

WESTERWELLE: Es ist unser Ziel, im Herbst wieder Regierungsverantwortung im Bund übertragen zu bekommen. Die Mittelschicht soll nicht länger in die Röhre gucken.

Frage: Die FDP wächst unter Ihrer Führung stetig, großteils aber auf Konto der Protestwähler aus der Union. Reicht das?

WESTERWELLE: Die Wahlen, auch in Hessen, widerlegen Ihre kecke These: Wir haben nicht nur vom Linksrutsch der Union enttäuschte Wähler gewonnen sondern auch bürgerliche Sozialdemokraten, die ein Zusammengehen mit den Kommunisten nicht akzeptieren wollen. Auch Ex-Wähler der Grünen  treibt der Schwund des realpolitischen Flügels zu uns. Und das Wichtigste: Die FDP überzeugt auch frühere Nichtwähler.

Frage: Kanzlerin Merkel steht unter extremem Handlungsdruck in dieser historischen Krise, die sogar in USA nur mehr der Staat abwendet. Wie kann man da noch liberale Prinzipien vertreten?

WESTERWELLE: Man muss! Die Soziale Marktwirtschaft hat sich als überlegenes Modell bewiesen. Sie ist ja eine Erfindung der Liberalen, die einst gegen Konservative und Linke in Deutschland erst durchgesetzt werden musste. Weder die Planwirtschaft noch die Regellosigkeit funktionieren. Die Soziale Marktwirtschaft, die staatliche Rahmenbedingungen setzt, aber innerhalb derer die Leistungsbereitschaft des Einzelnen zulässt und fördert, ist das überlegene Modell. In ein paar Jahren werden wir sagen: Sie hat sich nicht nur in Europa sondern auch in viel mehr Ländern bewiesen.

Frage: Aber die Krise schreit doch nach mehr Staat. Wie schwer fällt Ihnen die Zustimmung zum Konjunkturpaket?

WESTERWELLE: Wir haben den fetten Staat an der falschen Stelle. Wir haben einen Staat, der sich an jedem Rauchkringel gesetzgeberisch abarbeitet, aber bei der Bankenaufsicht trotz größter Behörde seit Jahren wegschaut. Wir brauchen einen Staat, der stark ist in der Wahrnehmung seiner hoheitlichen Kernaufgaben, aber keinen schwachen Staat, der im Privatleben der Bürger detailliert schnüffelt.

Frage: Hat in Deutschland der Staat versagt wie in den USA?

WESTERWELLE: In Wahrheit ist die Ursache dieser großen Krise die Idee, man könne mit Geldpolitik Sozialpolitik machen: Auch wer seine Telefonrechnung nicht zahlen kann, bekam in den USA einen Hauskredit. Dass der Staat nicht der bessere Banker ist, sondern einfach nur mehr Geld hat, sieht man an der Wucht, mit der die Krise gerade die deutschen Staats- und Landesbanken trifft.

Frage: Wenn Sie dem Konjunkturpaket zustimmen, ist das Einsicht in höhere Zwänge?

WESTERWELLE: Wenn es so bleibt, werden wir ihm im Bundestag nicht zustimmen. Ein Sammelsurium nach Gießkannen-Prinzip kann keine Konjunktur stabilisieren. Ein großer Wurf ist in einer großen Krise nötig: Das wäre ein niedrigeres, einfacheres und gerechteres Steuersystem für eine nachhaltige Entlastung kleinerer und mittlerer Einkommen. Solange die Mittelschicht sich anstrengen kann, wie sie will, aber durch mehr Steuern, Abgaben und Bürokratie doch der Dumme bleibt, finden wir nicht aus der Krise.

Frage: Die FDP bietet der Mehrheit das Bild einer Ein-Mann-Ein-Thema-Partei: „Westerwelle fordert Steuersenkung“. Haben Sie ein Defizit im Erscheinungsbild?

WESTERWELLE: Nein, der Erfolg der FDP wäre nicht erklärbar, wenn sie in dem von Ihnen überspitzten Zustand wäre. Sie ist ein Team erfahrener und neuer Persönlichkeiten, und sie holt bei den Wählern Zustimmung mit ihren Inhalten zum Beispiel in der Bildungspolitik.

Frage: Die Wählerbefragungen schreiben der FDP bei Fachthemen keine Kompetenz zu, wie etwa der Union Sicherheit oder der SPD Soziales. Haben Sie andere Umfragen?

WESTERWELLE: Ich habe andere Wahlergebnisse, und das zählt. Nur weil die FDP ein umfassendes Weltbild, ein Lebensgefühl, einen Gesellschaftsentwurf ausstrahlt, sind wir so interessant, kommen so viele Menschen zu uns. Wir sind eine Partei fürs ganze Volk.

Frage: Emotionen werden in den Wahlkämpfen immer wichtiger, siehe auch Österreich. Für welche stehen Sie?

WESTERWELLE: Die FDP war stets eine Kraft der Vernunft. Wir werden nie bereit sein, unseren Verstand auszuschalten, wir waren immer eine Partei für Herz u n d Verstand. Der Liberalismus ist ein Lebensgefühl für Toleranz, Leistungsbereitschaft, Weltoffenheit.

Frage: Mit Merkel verkümmert in der Koalition und in der Krise besonders der liberale Markenkern der Union. Das hilft Ihnen im Mittelstand. Nun aber betont wieder der neue CSU-Chef Seehofer das liberal-konservative Profil. Bekommen Sie neue Konkurrenz?

WESTERWELLE: Die CSU hat mit Horst Seehofer bis zu ihrer Niederlage im Herbst 19 mal die Steuern erhöht. Seither regiert sie in der Koalition mit der FDP - und ist nun für Steuersenkungen: Ein Beweis, wie wohltuend ein liberaler Koalitionspartner wirkt. Im liberalen Himmel herrscht nie soviel Freude wie über ein bekehrtes schwarzes Schaf.

Frage: Die SPD ist in Bundestagswahlen meist stärker als in den vier Regierungsjahren dazwischen, vielleicht wegen dann gerade hemmungsloserer Versprechen. Bei Merkel scheint dies eher umgekehrt. Fürchten Sie, dass sie auch diesmal die Wahl vergeigt?

WESTERWELLE: (lange Pause) Ich formuliere es diplomatisch: Wir jedenfalls arbeiten am Erfolg der FDP und gleichen aus, was die zwei größeren Parteien an Anhängern durch ihre schlechte Politik verlieren. Unsere Ziele sind: Raus aus dieser vermurksten Großen Koalition, eine Linksregierung verhindern, und die FDP rein in die Regierung einer bürgerlichen Mehrheit. Bei aller Skepsis zu Umfragen: Drei von vier sagen, eine schwarz-gelbe Mehrheit ist möglich, und alle sagen, dass die FDP gleich auf mit der Union liegt bei der Frage nach den klarsten Zukunftskonzepten, weit vor anderen Parteien einschließlich SPD.

Frage: Wenn es aber auch diesmal keine bürgerliche Mehrheit gibt und die SPD doch eine Koalition mit Grünen und „Linken“ schmiedet, müssten Sie nicht doch in eine SPD-Grün-Koalition gehen, um nur so Kommunisten an der Regierung zu verhindern?

WESTERWELLE: Ich will eine bürgerliche Mehrheit, denn das Land soll nicht von den Rändern sondern aus der Mitte regiert werden. Derzeit sehe ich keine ausreichende Basis für ein Bündnis mit SPD und Grünen: Die SPD will Steuern weiter erhöhen, die Grünen gleichzeitig aus Kohle und Kernkraft aussteigen – das ist Sektierertum. Nur weil die Union hässlicher wird, werden SPD und Grüne ja nicht schöner. Text: Pressestelle , Foto: Sauer