12 Februar 2009
wilbär februar 2009

Wilbär sticht der Hafer – oder: Wie Eisbärjungen fürs Leben lernen

Vollschlanke Figur, den Schalk in den Augen und Power für drei: Selten zeigte sich Wilbär aufgekratzter, verspielter und mehr in Höchstform als in diesen kalten Wintertagen. Offenbar genau das Wetter, bei dem Wilbär erst so richtig „auftaut“.

Wohin nur mit all dieser unbändigen Kraft? Diese Frage bestimmt derzeit offenbar Wilbärs Leben als halbstarker Eisbär. Und während sich ein junger Mensch in seiner Lage auf dem Bolzplatz oder in der Disco austoben würde, reagiert Wilbär seine Sturm- und Drang-Phase durch Sport nach Eisbärenart ab: Dabei ist so manche tollpatschige Slapstick-Einlage nichts anderes als spielerische Probe des späteren „Ernstfalls“: der Jagd nach Nahrung. Zwar wird Wilbär auch in seiner künftigen Heimat in Schweden nicht selbst auf die Jagd gehen müssen. Doch wie jedes junge Raubtier trainiert er instinktiv das Auflauern und Erlegen von Beute – oder auch den Kampf mit einem möglichen Rivalen. Die Rolle von Mutter Corinna als Trainerin und Spielgefährtin nimmt dabei langsam ab: Längst gibt sie nicht mehr jeder ungestümen Aufforderung zum Spiel sofort nach. Umso mehr muss das von den Tierpflegern im Gehege verteilte Spielzeug dran glauben. Da gibt es große und kleine Holzstücke, die es zu schleudern, zu fangen, zu zerbeißen oder zu „ertränken“ gilt. Auf dicke blaue Tonnen und weiße Kanister springt Wilbär mit voller Wucht darauf, um dann mit den Vorderbeinen und ganzem Körpereinsatz energisch auf ihnen herumzuwippen – genauso wie es Eisbären in der Arktis mit Eisschollen tun, um bei der Robbenjagd Löcher ins Eis zu schlagen. Ein andermal wirft Wilbär Holzstücke ins Wasser, hechtet von seinem Einmetersprungfelsen hinterher und ruht nicht, bevor die Beute erlegt ist und sich „ergeben“ hat. Und auch die Besucher können bei einer Lieblingssportart von Wilbär mitmachen: Sie heißt „Leute erschrecken“: Urplötzlich taucht Wilbär dann aus dem Wasser auf und springt mit aufgerissenem Maul an der Scheibe hoch. Jeder, der davor steht, könnte ja schließlich auch ein Feind oder Rivale sein.

Rund 160 Kilo dürfte Wilbär mittlerweile auf die Waage bringen und sein Appetit ist längst größer als der von Mutter Corinna: Rund sieben Kilogramm Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch verschlingt der Nimmersatt pro Tag. Und so wirkt Corinna mit ihren etwa 300 Kilo kaum noch größer als ihr Sohn. Nur im Vergleich zu Papa Anton im Gehege nebenan mit seinen stattlichen 600 Kilo Lebendgewicht sieht Wilbär immer noch aus wie ein eher kleiner Eisbär ... Text und Foto: Wilhelma

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1) Oberbürgermeister dankt allen Pferdemarktshelfern

Vielen Dank allen Helfern!

Der 238. Leonberger Pferdemarkt ist heute schon Geschichte. Fünf Tage lang genossen wir das Leonberger Traditionsfest gemeinsam mit Besuchern aus nah und fern. Am Pferdemarktsdienstag haben wir bewiesen, dass wir das auch bei widrigen Wetterverhältnissen feiern können. Dass alles reibungslos klappte, verdanken wir nicht zuletzt den vielen ehrenamtlichen Helfern, die Hand in Hand mit den hauptamtlichen Organisatoren und städtischen Beschäftigten arbeiteten sowie dem Durchhaltevermögen der Pferdezüchter und Pferdeliebhaber. Alle Besucher, die Wind und Regen trotzten, konnten einen gelungen Festumzug mit 122 Beiträgen sehen.

Auch am Tag danach räumten zahlreiche Helfer die Überreste und Hinterlassenschaften des Festes auf. Ihnen allen danke ich herzlich für Ihren unermüdlichen Einsatz. Und gemeinsam mit Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, freue ich mich auf den 239. Pferdemarkt im nächsten Jahr.

Ihr

Bernhard Schuler

Oberbürgermeister

Hinweis: Auf der Homepage der Stadt Leonberg finden Sie ab Donnerstag einen Rückblick auf den Pferdemarkt in Bildern, ausserdem haben wir zwei Panorama - Pferdemarkt - Rückblickseiten im Amtsblatt vom 12. Februar.

2) Traumtheater Salome in Stadthalle

Harry Owens kommt am Freitag,20. März, 20.00 Uhr mit seinem TRAUMTHEATER SALOME und neuem Programm in die STADTHALLE LEONBERG.

*Wunder der Himmel - Sanfte Wolken, die durch blaue Träume ziehen*“ ist der Titel des neuen Programms, mit dem Harry Owens und sein TRAUMTHEATER SALOME in diesem Frühjahr in die STADTHALLE LEONBERG  kommt.

Die Zutaten seiner Traumspiele sind Farben, Tanz, Klänge, Musik, Gesang, Worte und vielerlei Körperkünste* - eine Welt der Phantasie und des Staunens, ein Schwebezustand zwischen realer Kunst und metaphysischem Traum. Inmitten dieser romantisch-geheimnisvollen Bilder ereignet sich Wunderbares - ein Reigen unter-schiedlichster Impressionen, klassische Tänze vor skurriler Riesenkulisse, Panto-mime, Akrobatik und Geschichten, die das *Unmögliche möglich“ machen* Dabei wird Harry Owens wieder selbst als Erzähler durch sein Programm führen und sein Publikum mit auf eine *wunderbare Reise“ nehmen*.

Die Karten für das TRAUMTEHATER SALOME sind bereits im Verkauf. Text und Foto: Stadt Leonberg

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Lissabon-Vertrag: Entscheidung über Klage erscheint offen

Zur mündlichen Verhandlung über die Klage der Fraktion DIE LINKE in Sachen Lissabon-Vertrag vor dem Bundesverfassungsgericht erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Ulrich Maurer.

"DIE LINKE will eine europäische Integration, die nicht auf Angst und dem Recht des Stärkeren basiert, sondern das Vertrauen in die Demokratie stärkt und Wohlstandszuwachs für alle erreicht. Weil der Lissabon-Vertrag diesen Zielen zuwiderläuft und in mehrfacher Hinsicht gegen das Grundgesetz verstößt, lehnte DIE LINKE ihn ab.

In der mündlichen Verhandlung wurde deutlich, dass das Bundesverfassungsgericht den vorgetragenen verfassungsrechtlichen Bedenken Gehör schenkt. Die Entscheidung des Gerichts erscheint offen. Erkennbar teilt das Gericht unsere Sorge, dass der Lissabon-Vertrag sowohl dem Sozialstaatsgebot wie dem Demokratiegebot unserer Verfassung nicht genügen könnte. Zudem höhlt der Lissabon-Vertrag den vom Bundesverfassungsgericht selbst festgelegten Parlamentsvorbehalt bei Einsätzen der Bundeswehr aus. Das Bundesverfassungsgericht ließ erhebliche Zweifel am Machtzuwachs und der Kompetenzbündelung der EU erkennen und machte durch seine Fragen deutlich, dass die Demokratisierung mit dieser Entwicklung nicht Schritt hält.

Das Mindeste aber, was in einer derartig verfassungsrechtlich problematischen Situation zum Tragen kommen müsste, wäre es, den Lissabon-Vertrag dem Volk zur Entscheidung vorzulegen. Wer wie die Bundesregierung behauptet, mit dem Vertrag wäre eine Ausweitung der Demokratie verbunden, sollte es erst recht dem demokratischen Souverän ermöglichen, durch Volksentscheid über diese gravierenden Einschnitte in die Verfassungslage Deutschlands zu befinden. Es bleibt zu hoffen, dass das Bundesverfassungsgericht der Politik aufgibt, diesen Weg entsprechend Artikel 146 des Grundgesetzes zu ebnen." Text: Pressestelle, Foto: Sauer