11 Juli 2012
solis

Odlanier Solis macht Jagd auf Wladimir Klitschko

„La Sombra“ trifft in IBF-Ausscheidungs-Turnier auf Kubrat Pulev

Nach Wladimir Klitschkos KO-Sieg über den chancenlosen Pflichtherausforderer Tony Thompson am vergangenen Samstag in Bern (Schweiz) wünschen sich Box-Fans und Experten nicht sehnlicher als neue Spannung im langweiligen Schwergewicht.

Gestern hat die International Boxing Federation (IBF) einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan und ein Turnier ausgerufen, um den nächsten Pflichtherausforderer des jüngeren Klitschko-Bruders zu bestimmen. Die hochkarätigen Teilnehmer an dem Turnier: Europameister Kubrat Pulev (aktuell die Nr. 3 der IBF-Weltrangliste), der ehemalige Halbschwer- und Cruisergewichts-Weltmeister Tomasz Adamek (Nr. 4), Olympiasieger Odlanier Solis (Nr. 5) und der ungeschlagene Russe Alexander Ustinov (Nr. 6).

In der ersten Runde des Turniers bekommt es

Pulev mit Solis zu tun. Der Kubaner hat gerade sein erfolgreiches Comeback nach 14-monatiger Ringabstinent gefeiert, nachdem er sich bei seinem WM-Kampf gegen Vitali Klitschko im März 2011 in Köln schwer am Knie verletzt hatte und drei Operationen über sich ergehen lassen musste. In seinem ersten Kampf nach der langen Pause im Mai in McAllen (US-Bundesstaat Texas) überzeugte Solis – der von Ahmet Öner (ARENA) und Kathy Duva (Main Events) co-promotet wird – mit einem einstimmigen Punktsieg über IBF Intercontinental Champion Konstantin Airich und konnte dabei vor allem demonstrieren, dass das operierte Knie der Belastung für 12 Runden standhält.

„Ich bin mir sicher, dass Solis die Langeweile im Schwergewicht ein für alle mal beenden wird“, sagt Ahmet Öner. „Als Amateur hat er alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Und er wäre auch schon Profi-Weltmeister, wenn sein Knie gehalten hätte. Jetzt wird der jüngere Klitschko dafür bestraft, dass Solis gegen den älteren Bruder so viel Pech hatte!“

Aber natürlich muss Solis für eine erneute WM-Chance erst mal den schlagstarken Bulgaren Kubrat Pulev aus dem Weg räumen. Der ungeschlagene Europameister vom Berliner Sauerland-Stall war einer von ganz wenigen Boxern, die Solis bei den Amateuren besiegen konnten.

„Es stimmt zwar, dass Pulev Solis bei einem Amateur-Turnier 2002 schlagen konnte“, erklärt Öner. „Aber das Turnier war in Pulevs Heimat, in Bulgarien, und Solis verlor knapp nach Punkten. Ich denke, das allein sagt genug über diesen Kampf aus. Ich hoffe sehr, dass bei der Neuauflage bei den Profis neutrale Kampfrichter am Ring sitzen werden, aber ich bin mir sicher, dass die IBF darauf achten wird. Es gibt zwei Dinge, die wir im Boxen nun wirklich nicht mehr gebrauchten können: Mehr langweilige und einseitige Siege der Klitschkos und Fehlurteile!“

Text und Foto: Arena

Kommentar von Nili Nil: Ohne Frage, Soliz wäre einer der den Klitschkos gefährlich werden könnte. Da Solis aber gegen einen “Sauerländer” antreten muss, weiss man nicht ob Solis da wirklich eine Chance hat. Da wir Solis seine Fähigkeiten kennen, wäre es super wenn er das Ausscheidungsturnier gewonnen könnte. Dann steht einem echten Schwergewichtskracher nichts mehr im Wege.

fledermaus

Kurzvorträge in der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:

Schatten der Nacht – Fledermäuse

 

Am Sonntag, dem 15. Juli 2012, bietet die Wilhelmaschule wieder spannende Kurzvorträge für die Wilhelma-Besucher an – einmal um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr.

 

Diesmal geht es um die „Schatten der Nacht“, die Fledermäuse. In Bild und Wort stellt die Fledermausexpertin und Zoopädagogin Ewa Paliocha bei ihrem Vortrag verschiedene Fledertier-Arten vor und erzählt von den erstaunlichen Fähigkeiten und besonderen Bedürfnissen der dämmerungs- und nachtaktiven Insektenjäger.

D

er Vortrag ist frei, jeder Besucher mit Eintrittskarte kann teilnehmen, kleine Spenden für den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Text: Wilhelma

Foto: Martin Paliocha